Schlimmer geht immer – vom Zaun, zur Führung, zum Holzstapel: Wagners Pechsträhne setzt sich auch im Wechselland fort

Das Finale der Österreichischen Staatsmeisterschaft bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye war für Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes „Wechselland“ der Gefühle: Nach dem Ausritt beim Test haben die beiden schnell wieder das gewohnte Vertrauen gefunden, konnten zeigen, dass der Speed da ist, und beendeten die Rallye dann in Führung liegend mit einem weiteren Ausritt im Unterholz.

Das Pech hatte bereits am Donnerstag beim Pre-Event-Test begonnen: Aufgrund von mehreren technischen Problemen, die zunächst lokalisiert werden mussten, konnten Simon Wagner und Hanna Ostlender so gut wie keinen Run absolvieren. Dabei sorgte ein weiteres Problem dann dafür, dass der Test im Zaun endete.

Nach dem Ausritt bei der Rallye Weiz war der Gewinn der Meisterschaft ohnehin schon nicht mehr aus eigener Kraft möglich, da selbst der Sieg inklusive Powerstage alleine nicht gereicht hätte. Trotz allem wollten sich die beiden nicht unterkriegen lassen und die Saison zumindest mit einem guten Ergebnis und idealerweise dem Sieg im Land der 1000 Hügel abschließen.

So zeigte sich das Duo Wagner/Ostlender professionell und kämpferisch: Das kleine Aha-Erlebnis vom Test war bereits am nächsten Morgen beim Shakedown wieder vergessen, das Vertrauen auf Anhieb wieder vorhanden und das Sekundenduell eröffnet. Simon Wagner und Hanna Ostlender übernahmen souverän die Führung und bauten diese auch bis zum bitteren Ende aus.

„Nach unserem wirklich bescheidenen Test war ich fast selber etwas überrascht, wie schnell wir das Vertrauen ins Auto zurückgewonnen haben. Wir konnten mit einem guten Gefühl in die Rallye starten und bis zum Ausritt die meisten Bestzeiten fahren. Damit haben wir bewiesen, dass der Speed nach wie vor da ist. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir endlich nochmal das Pech hinter uns lassen“, resümiert Wagner, nachdem sie auf der elften Sonderprüfung die Rallye in Führung liegend im Holzstapel beendeten. „Da waren wir wohl auf dem Holzweg“, versucht Wagner, den bitteren Ausfall mit Humor zu nehmen. „Spaß
beiseite! Natürlich ist es einfach nur bitter und es tut mir unfassbar leid für das gesamte Team. Ich kannte die Stelle ganz genau und habe sie mir extra am Vorabend nochmal auf der Onboard angeschaut. Als wir dann dorthin kamen, habe ich nur die wilden Schotter-Spuren eines Vorausautos gesehen und schnell realisiert, dass das jetzt echt eng wird. Mit dem Einschlag im Holzstapel und einem abgeknickten Vorderrad war die Rallye für uns dann leider vorbei“, erklärt Wagner.

Damit deckt Wagner, der eigentlich für seine Konstanz bekannt ist, wohl nun das Pech der letzten fünf Jahre ab. Was er aber wohl erneut bestätigt, ist seine enorme Willenskraft und Nervenstärke, denn unterkriegen lassen sich die beiden von keinem Niederschlag – ganz im Gegenteil: „Das motiviert uns nur noch mehr, dass wir umso stärker zurückkommen – Aufgeben war noch nie eine Option!“, so Wagner abschließend.

Die Saison 2026 müssen die beiden so glücklicherweise nicht beenden, denn Mitte September wird noch das Finale der tschechischen Meisterschaft bei der Rallye Pačejov vom 18. bis 20. September ausgetragen.

Simon Wagner_1000 Hügel 2026
Simon Wagner_1000 Hügel 2026

„Grande Finale ist gut für den Sport!“

Die TEC7 ORM fiebert einem spannenden Finale entgegen – bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye (29. & 30. August) können noch drei Teams die Meisterschaft gewinnen. Der fünffache Staatsmeister Simon Wagner und seine Copilotin Hanna Ostlender haben nach zwei „Nullern“ nur noch Außenseiterchancen – doch die will man nützen! Und – nicht ganz ernst gemeint: Warum Simon im Falle des Titelverlusts „nie mehr die Jännerrallye gewinnen“ möchte…

Am vergangenen Wochenende, beim vorletzten Lauf der Tschechischen Rallye Staatsmeisterschaft, der legendären Barum Rallye, musste Simon Wagner seine Chancen auf den tschechischen Titel endgültig begraben. Der Tschechische Vize-Staatsmeister des Vorjahres wurde auf den Straßen rund um Zlin zum dritten Mal in diesem Jahr Vierter und belegt nun auch in der Meisterschaft Platz vier. Den neuen Meisterschaftsführenden Filip Mares kann Wagner beim Finale (Rally Pacejov, 18.-20. September) nicht mehr abfangen.

Simon sagt: „Das zeigt natürlich auch, wie schwierig es heuer ist. Nimm Dominik Stritesky – er hat heuer drei Rallyes gewonnen und nachdem er wegen seinem Rippenbruch die Barum nicht fahren konnte, rutschte er in der Meisterschaft gleich einmal ab auf Rang drei. Oder Jan Kopecky – er stand heuer dreimal auf dem Podium, nach seinem Ausfall bei der Barum liegt er nun in der Meisterschaft auf Rang sechs.“ Was wohl auch dem Umstand zuzuschreiben ist, dass bei der Barum Rallye der Punkte-Koeffizient 1,5 zum Tragen kam. Ganz allgemein jedoch gilt: „Die Meisterschaft war heuer auf einem sehr hohen Niveau unterwegs – jeder noch so geringe Fehler wurde sofort bestraft.“

Hersteller geben Gas: „Da tut sich was!“

In der Rallye-Europameisterschaft ERC belegten Simon Wagner und seine deutsche Copilotin Hanna Ostlender in Zlin Platz acht. Dabei konnte Simon in den Jahren 2022 bis 2024 bei der beliebten tschechischen Kult-Rallye jedes Jahr das ERC-Podium stürmen. 2024 wurde Wagner Zweiter – auf den damaligen Sieger Dominik Stritesky fehlten lediglich 19,2 Sekunden. Im Vorjahr, erstmals mit dem Hyundai i20 N Rally2 unterwegs, verpassten Wagner/Ostlender als Vierte nur knapp das Podium.

Dass es für Simon Wagner heuer so viel schwieriger ist, liegt auch an den unterschiedlichen Hersteller-Strategien. Während andere laufend ihre Rally2-Autos weiterentwickeln, hat Hyundai die Entwicklung des aktuellen Rally2-Fahrzeugs gestoppt und ganz bewusst auf den neuen Rally2-Boliden gesetzt. Simon nickt: „Ja, der Neue wird am 31. Dezember homologiert, Hyundai legt den Fokus voll auf dieses Auto. Wir haben daher gewusst, dass es heuer schwierig wird – es ist für uns dennoch erstaunlich zu sehen, wie schnell es geht, dass man mit einem zuvor noch guten Paket plötzlich nicht mehr ganz vorne mitfahren kann.

Zugleich ist es aber auch schön zu sehen, wie sehr die Hersteller Gas geben. Da tut sich was! Alles wird schneller. Die Automobilindustrie lebt – es sind rasante Entwicklungen, die letztendlich auch der Serienproduktion helfen.“

Außenseiterchancen: „Die wollen wir nützen!“

Simon Wagner und Hanna Ostlender freuen sich nun auf das bevorstehende Grande Finale der heimischen Rallye Staatsmeisterschaft (TEC7 ORM) im Rahmen der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye am 29. und 30. August. In der heimischen Meisterschaft konnte der fünffache Staatsmeister zunächst mit drei Siegen in Serie klare Ansprüche auf einen sechsten Titel stellen. Selbst als er wegen einer Terminüberschneidung die ET König Judenburg Rallye zugunsten der CZ-Meisterschaft ausließ, lag man noch voll im Plan. Schließlich muss eine Rallye als Streichresultat herangezogen werden. Auch bei der Rallye Weiz konnten Wagner/Ostlender das Zepter übernehmen – doch dann wurde das österreichisch-deutsche Duo von technischen Problemen geplagt. Als Racer wollte Simon die verlorenen Positionen aufholen, dabei unterlief ihm einer seiner seltenen Fehler, sodass es zum Ausfall kam…

Die TEC7 ORM steht nun vor einem spannenden Finale – drei Teams können noch Staatsmeister werden. Den Matchball haben Hermann Neubauer und Ursula Gaßner mit 112 Punkten auf dem Konto. Dahinter folgen Michael Lengauer und Jürgen Rausch mit 106 Punkten und schließlich Simon Wagner und Hanna Ostlender mit 101 Zählern. Für die Top 15-Platzierungen gibt es bei jedem Lauf Punkte nach dem Schema 30-24-21-19-17-15-… – dazu kommen bei der ersten und der letzten ORM-Rallye Powerstage-Punkte nach Schema 5-4-3-2-1.

Simon Wagner und Hanna Ostlender sind motiviert bis in die Zehenspitzen: „Klar – wir wollen unsere Chancen maximal nützen. Und da gibt es für uns natürlich nur den Sieg und die maximalen Powerstage-Punkte.“ Allerdings würden Tabellenleader Hermann Neubauer dann auch ein dritter Platz und Platz zwei in der Powerstage reichen, um dennoch Meister zu werden. Simon: „Das liegt nicht in unserer Hand – wir können nur versuchen, von unserer Seite das Maximum zu holen.“

Jännerrallye-„Fluch“: „Nie mehr ‚die Jänner‘ gewinnen ;)“

Sollte Simon Wagner heuer keinen sechsten Staatsmeistertitel erringen, würde wohl eine Art „Fluch“ ein weiteres Jahr zum Tragen kommen. Der Hintergrund: Simon konnte heuer endlich den heiß ersehnten Sieg bei der Jännerrallye einfahren – seit 2011 wurde kein Jännerrallye-Sieger Staatsmeister. Simon lacht: „Wäre ich abergläubisch, dürfte ich also nie wieder die Jännerrallye gewinnen.“

Doch „Flüche“ sind zum Brechen da – Simon nickt: „Genau. Wir werden es auf jeden Fall probieren. Sicher ist: Für unsere Meisterschaft ist dieses spannende Finale ein echter Gewinn. Und es zeigt auch, auf welch hohem Niveau in unserer Heimat gefahren wird. Wer immer auch heuer Meister wird – er hat es ganz sicher verdient.“

Bestzeit zum Auftakt – Platz 4 im Ziel der Rally Bohemia für Simon Wagner und HannaOstlender im Hyundai i20 N Rally2 Step 2

Simon Wagner und Hanna Ostlender belegten bei der Rallye Bohemia im Hyundai Rally2 Step2 den vierten Gesamtrang und verpassten damit knapp das Podium hinter den starken tschechischen Konkurrenten. Mit der Bestzeit auf der ersten Wertungsprüfung gelang dem Duo ein vielversprechender Auftakt, weitere Top-2-Zeiten unterstrichen über das gesamte Wochenende hinweg, dass sie grundsätzlich um den Sieg mitkämpfen konnten.


„Wir suchen nach wie vor noch die letzten zwei Zehntel, die uns aktuell leider vor allem im Trockenen und bei konstanten Gripverhältnissen fehlen“, analysierte Simon Wagner im Ziel.


Der ständige Wechsel der Bestzeiten von Prüfung zu Prüfung verdeutlicht einmal mehr das extrem hohe Niveau der tschechischen Meisterschaft. „Mit Platz vier sind wir ehrlich gesagt nicht wirklich zufrieden nach unserem Sieg im letzten Jahr. Aber wir sehen unsere Bestzeit sowie drei zweite Zeiten als gute Bilanz und vor allem als wertvolle Vorbereitung für die Barum Rallye. Wir freuen uns, dass wir über das Wochenende zeigen konnten, dass mit uns jederzeit zu rechnen ist“, so Wagner weiter.


Von der Rallye Bohemia geht es für Wagner/Ostlender direkt weiter zur Rallye Weiz, dem vorletzten Lauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft. Nachdem das Duo den vergangenen Meisterschaftslauf auslassen musste, ist die Vorfreude auf den Heimauftritt entsprechend groß: „Wir freuen uns irrsinnig, nach drei Monaten nun auch wieder auf die heimischen Fans und Wertungsprüfungen“, so Wagner abschließend.

Tagessieg am Sonntag nach technischem K. o. am Samstag für Simon Wagner bei der Rallye Šumava Klatovy

Mit dem Sieg der Tageswertung am Sonntag haben Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 Step 2 das bestmögliche Ergebnis bei der Rallye Šumava Klatovy für die tschechische Meisterschaft herausgeholt.

Das Wochenende fing vielversprechend an: Bestens vorbereitet mit einem guten Testtag im Vorfeld und vielen Stunden intensiven Onboard-Studiums reiste Simon Wagner nach Klatovy zum ersten Lauf der tschechischen Meisterschaft. Die ersten beiden Prüfungen zeigten bereits, wie stark die Konkurrenz in Tschechien ist: Nicht einmal vier Sekunden lagen zwischen den ersten fünf Teams.

„Nach Stage drei mussten wir dann leider mitten im Kampf um das Podium unseren Hyundai mit kaputtem Kühler abstellen. Nach einem Sprung ist die Halterung am Lüfter gebrochen, der dann leider den Kühler beschädigt und uns zum Aufgeben gezwungen hat“, beschreibt Wagner die Misslage am Samstag.

In Tschechien gibt es allerdings nicht nur für die Gesamtwertung Meisterschaftspunkte, sondern auch für die einzelnen Tage. Diese Regularien waren Wagners Chance, um aus einem vermeintlichen Null-Punkte-Wochenende bestmögliche Schadensbegrenzung zu betreiben. Mit vollem Angriff gewinnen Wagner/Ostlender die Tageswertung am Sonntag und beweisen damit einmal mehr, dass mit ihnen im Kampf um den Sieg zu rechnen ist.

„Wir haben uns für das Wochenende natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht, aber manchmal liegen Freude und Leid eben sehr nah beieinander – und auch das gehört leider zum Rallyesport dazu. Aber wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist, und genau das ist es, was zählt. Vielen Dank an Hanna, unseren Hyundai-Ingenieur Damian und das gesamte Team. Solche Erfahrungen machen uns nur noch stärker. Beim nächsten Lauf in Český Krumlov ist das Ziel, wieder ganz vorne mitzukämpfen“, blickt Wagner positiv auf die nächste Rallye in vier Wochen.

Angriff auf den Titel: Wagner/Ostlender starten erneut in der Tschechischen Meisterschaft– mit Rückenwind nach Lavanttal-Sieg

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Bereits in der vergangenen Saison konnte das Duo mit zwei Siegen und einem weiteren Podiumsplatz eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Gesamtpaket absolut konkurrenzfähig sind und nicht nur um Siege, sondern auch um die Meisterschaft kämpfen können. Genau daran wollen Wagner/Ostlender nun anknüpfen und sich im Titelkampf erneut in Stellung bringen.

„Wir haben lange gemeinsam mit Hyundai Motorsport, Hyundai Österreich und unseren treuen Partnern an dem Projekt Tschechien gearbeitet, um überhaupt das nötige Budget aufstellen zu können. Umso mehr freuen wir uns nun auf den Auftakt in nur mehr einer guten Woche bei der Rallye Šumava Klatovy. Letztes Jahr konnten wir hier mit dem Hyundai i20 N Rally2 Step 2 direkt gewinnen. Es wäre natürlich gelogen, wenn wir das nicht wiederholen möchten. Wir wissen allerdings auch, wie stark die Konkurrenz in
Tschechien ist und dass es alles andere als leicht wird. Ich bin unglaublich froh, dass ich auch in diesem Jahr wieder auf Hanna sowie unseren Hyundai-Ingenieur Damian an meiner Seite zählen darf. Und noch dazu begleitet uns in diesem Jahr auch unser slowenisches Team SP Podlesnik nach Tschechien, mit dem wir bereits acht Siege und unseren Staatsmeistertitel in Österreich feiern durften. Somit sind wir mit der bewährten Konstellation bestens auf die anstehende Herausforderung vorbereitet“, blickt Simon Wagner optimistisch auf den Saisonauftakt und freut sich auf einen spannenden Titelkampf in Tschechien.

Rückenwind aus dem Lavanttal

Mit dem jüngsten Erfolg bei der Lavanttal Rallye reist das Team mit maximaler Motivation nach Tschechien.
Der Sieg im Lavanttal bedeutet nicht nur die maximale Punkteausbeute für die Österreichische Staatsmeisterschaft, sondern unterstreicht auch eine beeindruckende Serie: Wagner/Ostlender sind nun seit unglaublichen acht Rallyes in Österreich ungeschlagen.

Dabei war das Wochenende im Lavanttal alles andere als einfach. Rund 150 anspruchsvolle
Wertungsprüfungskilometer und eine Ausfallquote von etwa 35 Prozent sprechen für die extrem schwierigen Bedingungen der Rallye.

„Auch für uns verlief das Wochenende nicht reibungslos. Am Freitag haben wir uns auf SP3 und SP6 gleich zwei Reifenschäden eingefangen, die uns viel Zeit gekostet haben. Und noch dazu kamen dann am Samstagmorgen Probleme mit der Handbremse, was die vielen Bergab-Kehren nicht gerade einfacher gemacht und uns ebenfalls viel Zeit gekostet hat. Wir konnten die Probleme auf der Verbindungs-Etappe für die darauffolgende Sonderprüfung notdürftig lösen, bis das Team im Service das Problem glücklicherweise vollständig beheben konnte. Somit hatten wir Glück im Unglück und am Ende sind wir
natürlich sehr glücklich, dass es trotz allem für den Sieg gereicht hat. Der Kampf mit Hermann Neubauer und Michael Lengauer hat wieder einmal richtig viel Spaß gemacht – genau das brauchen wir für die Meisterschaft. Wir hoffen, dass wir Hermann dieses Jahr noch häufiger im Auto sehen werden. „Lengi“ und Jürgen wünschen wir gute Besserung und hoffen, dass wir bei der nächsten Rallye wieder gegeneinander kämpfen dürfen“, resümiert Wagner.

Ein großes Lob richtet Wagner zudem an den Veranstalter: Die grandiosen neuen, spektakulären Wertungsprüfungen sorgten für zusätzliche Spannung, während die Fans im Lavanttal wieder einmal großartige Stimmung boten.

Mit diesem Rückenwind und einem eingespielten Team steht dem nächsten Kapitel in Tschechien nichts im Wege – und der Angriff auf den Titel ist klar eröffnet.

Blut, Schmerz und Sekundenkrimi: Simon Wagner und Hanna Ostlender holen sich im Showdown-Thriller den fünften Rebenland-Sieg in Folge

Trotz Blutspucken entscheidet Simon Wagner das Krimifinale bei der Rebenland Rallye für sich und holt sich damit gemeinsam mit Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 den fünften Sieg in Folge bei der Rebenland Rallye.

“Am Freitag habe ich wirklich zum ersten Mal seit 15 Jahren mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Meine HNO-Operation vor grade einmal 14 Tagen hat mir doch mehr zugesetzt, als ich geglaubt habe. Ich habe den ganzen Tag mit Blutungen in der Kieferhöhle und extremen Schmerzen gekämpft”, berichtet Wagner sichtlich angeschlagen, der nach dem ersten Tag zunächst auf Platz 2 lag.


Am Samstag folgte dann die Aufholjagd: „Ich habe in der Früh die Schmerzmittel weggelassen und über den Tag die Zähne zusammengebissen“, erklärt Wagner am Samstag. Die sechs gefahrenen Bestzeiten unterstreichen, dass dies wohl die beste Entscheidung war. Auch wenn Simon Wagner aufgrund der Operation an diesem Wochenende sichtlich nicht seine beste körperliche Leistung abrufen konnte, bewies
er einmal mehr, wie gut er vor allem unter erschwerten Bedingungen abliefern kann, und machte das fast schon unmöglich Geglaubte in einem grandiosen Sekundenkrimi möglich.


Bis zur vorletzten Wertungsprüfung führte Meisterschaftsverfolger Michael Lengauer mit knapp 24 Sekunden Vorsprung die Rallye an und galt fast schon als sicherer Sieger. Der ständig wechselnde Wetterbericht sorgte dann allerdings noch einmal für einen gnadenlosen Showdown: „Auf dem 20 km langen Schlossberg-Rundkurs wusste ich: jetzt oder nie. Die Prüfung war wirklich schwierig – von staubtrocken bis zu heftigen Regenschauern war alles dabei. Da war klar: Jetzt müssen wir alles versuchen, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben“, so Wagner.


Gesagt, getan – Simon Wagner und Hanna Ostlender holen unglaubliche 23 Sekunden auf den führenden Lengauer auf, sodass die beiden nun nur noch eine Sekunde trennt und ein wahnsinnig spannender Showdown vor der 7 km langen Powerstage eröffnet ist. Auch hier bewiesen Wagner/Ostlender starke Nerven und entscheiden den Sekundenkrimi mit 1,1 Sekunden Vorsprung für sich.


Wir haben nie aufgehört, daran zu glauben und zu kämpfen. Es war ein wahnsinnig spannendes Herzschlagfinale mit maximaler Punkteausbeute. Mit dem Powerstage- und Gesamtsieg haben wir das Maximum für die Meisterschaft herausgeholt. Das ist wirklich der Wahnsinn und wir sind überglücklich“, strahlt Wagner im Ziel. „Die Hanna und das gesamte Team haben wieder einmal einen grandiosen Job gemacht. Und natürlich auch vielen Dank an alle Partner und Sponsoren, die das überhaupt immer wieder möglich machen. Hut ab vor ‚Lengi‘, der an diesem Wochenende wirklich richtig stark war – der Fight macht echt Spaß und ich hoffe, es wird im Lavanttal genauso spannend“, so Wagner abschließend.

Der Fluch ist gebrochen: Die amtierenden Staatsmeister Simon Wagner und HannaOstlender gewinnen die Jännerrrallye 2026 und sind damit seit einem Jahr in Österreichungeschlagen

Beim mittlerweile zehnten Start gelang Simon Wagner mit Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 Step2 der lang ersehnte Triumph: Der Sieg bei der Jännerrallye – jene einzige Rallye in Österreich, die bislang noch in seiner Erfolgsbilanz gefehlt hatte. „Mit diesem Erfolg ist der Fluch endgültig gebrochen“, zeigt sich der 5-fache Staatsmeister erleichtert.


Besonders beeindruckend: Der Erfolg gelang souverän als Start-Ziel-Sieg. Bereits im Qualifying setzte Wagner ein erstes Ausrufezeichen und startet staatsmeisterwürdig mit der Bestzeit. Dies bestätigte er gleich auf der ersten Sonderprüfung mit einer weiteren Bestzeit und übernahm damit die Führung. Eine Führung, die er auch im Sekunden-Thriller mit Michael Lengauer bis ins Ziel nicht mehr abgab.


Damit setzte sich das Duo Wagner/Ostlender auch gegen eine in diesem Jahr außergewöhnlich starke internationale Konkurrenz durch, darunter u. a. der WM-Pilot Mads Østberg und Junior-Weltmeister Romet Jürgenson. Zudem waren in diesem Jahr abgesehen von Adrien Forumeaux alle Jänerrallye-Gewinner der letzten sieben Jahre am Start. „Man ist nie bereit für die Jännerrallye, ganz gleich wie sehr man sich auf die Rallye vorbereitet“, grinst Wagner: „Hier gibt es so viele unvorhersehbare Faktoren, vor allem die
Wetterverhältnisse und die extrem wechselnden Streckenbedingungen machen es alles andere als einfach. Vielen Dank an Marco und meinen Bruder Julian, die uns mit den perfekten Eis-Notes sehr unterstützt haben. Die Mischung aus Konstanz, taktischem Feingefühl und dennoch einem hohen Speed hat sich hier als Erfolgsrezept erwiesen.“


Für Simon Wagner und Hanna Ostlender hätte es wohl keinen besseren Start in das neue Jahr geben können, als mit dem Sieg: „Die Jännerrallye ist immer etwas Besonderes und hier zuhause zu gewinnen fühlt sich unheimlich gut an. Die vergangenen Tage waren unglaublich anstrengend, die Bedingungen extrem schwierig. Wir sind nahezu fehlerfrei geblieben, haben unser Ding konstant durchgezogen und dürfen jetzt den Sieg feiern. Das wir zudem auch noch die Powerstage so überlegen gewinnen konnten verdeutlicht, was in uns steckt und ist einfach fantastisch“, freut sich Wagner im Ziel.


„Ich glaube, wir haben einmal mehr gezeigt, was für ein unheimlich gutes Team wir sind. Ein riesengroßes Dankeschön an Hanna, unseren Ingenieur Damian und das gesamte Team Servis Podlesnik – ihr seid großartig“, zeigt sich Wagner sichtlich dankbar.


Mit dem Sieg bei der Jännerrallye 2026 komplettiert Simon Wagner nun seinen Erfolgszyklus innerhalb der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft und setzt gleich zum Jahresauftakt ein eindrucksvolles Ausrufezeichen. Gemeinsam mit dem Gewinn der Powerstage sichern sich Wagner und Ostlender zudem die maximal möglichen Punkte beim Saisonstart. Damit bleibt Wagner in Österreich seit nunmehr einem Jahr ungeschlagen — und ist weiterhin die Benchmark, an der sich die Konkurrenz messen muss.

Ein Jahr nach dem großen Markenwechsel setzt Simon Wagner erneut ein Zeichen –und präsentiert mit ORLEN Austria einen starken neuen Partner an seiner Seite

Ziemlich genau vor einem Jahr sorgte der fünffache Rallye-Staatsmeister Simon Wagner für große Schlagzeilen: Mit dem Wechsel zu Hyundai setzt er auf eine neue Marke, begleitet von einem neuen Team und neuer Copilotin und markierte damit einen entscheidenden Wendepunkt.

Heute, ein Jahr später gibt es erneut großartige Neuigkeiten – allerdings unter völlig anderen Vorzeichen. Diesmal setzt der 32-jährige Oberösterreicher ganz bewusst auf Kontinuität: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hyundai und dem gesamten Team bleibt bestehen. Gleichzeitig gewinnt Wagner mit ORLEN Austria einen neuen, traditionsreichen Partner, der zu den führenden Brennstoff- und Energieunternehmen Zenteraleuropas und zu den größten Tankstellenanbietern Österreichs zählt.

„Ich freue mich riesig über die neue Partnerschaft mit ORLEN Austria“, berichtet Wagner. „Die Marke hat in Österreich eine beeindruckende Geschichte: Was in den 1940er Jahren als Turmöl gegründet wurde, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem der bedeutendsten und modernsten Tankstellennetz Österreichs. „Seit Anfang 2024 ist Turmöl Teil des zentraleuropäischen Multi-Energieunternehmen ORLEN. ORLEN Austria ist einer der führenden Anbieter von Energie- und Mobilitätsprodukten und – services in Österreich. Das ein so starkes Unternehmen nun an meiner Seite steht, macht mich unglaublich stolz. Besonders ehrt es mich, dass wir das erste Team in Österreich sind, dass ORLEN Austria im Motorsport vertreten darf.“

„Die lange Erfolgsgeschichte zeigt, wie konsequent und zukunftsorientiert ORLEN agiert“, betont Wagner: „Umso mehr freue ich mich, dass wir nun gemeinsam den motorsportlichen Einstieg von ORLEN Austria bestreiten dürfen. Wir sind unheimlich dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung. ORLEN versorgt nicht nur Haushalte zuverlässig mit Treibstoff, Heizöl und Schmierstoffen, sondern gibt nun auch uns im Rallyesport die Energie, Performance und Verlässlichkeit, die wir für unsere Spitzenleistungen brauchen.“

Neben Qualität und Verlässlichkeit steht ORLEN Austria auch für regionales Engagement. Besonders hervor hebt Wagner das Engagement auch außerhalb des Motorsports: „Es ist großartig zu sehen, dass ORLEN Austria gemeinsam mit meinem Partner Hyundai Österreich den Linz Marathon im April unterstützt – und das direkt in meiner Heimat. Diese regionale Verbundenheit und Begeisterung für den Sport passen perfekt zu meinen persönlichen Werten.

Gemeinsam blicken wir voller Energie und Vorfreude in die Zukunft und sind bereit, gemeinsam mit ORLEN Austria an unserer Seite weitere tolle Erfolge im nationalen und internationalen Rallyesport zu feiern. Wir können es kaum erwarten, unsere erste gemeinsame Rallye-Saison 2026 zu starten“, so Wagner abschließend. „Mit der Partnerschaft unterstützen wir nicht nur einen jungen talentierten Athleten,
sondern auch Werte wie Leidenschaft, Innovation und Ehrgeiz, die auch unser Unternehmen auszeichnet. Wir freuen uns sehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Simon und eine spannende Rallyesaison“, freut sich auch CEO Jürgen Stichenwirth auf die Partnerschaft.

Über ORLEN Austria

ORLEN Austria ist seit Anfang 2024 Teil des europäischen Multi-Energie-Konzerns ORLEN S.A. Das Unternehmen betreibt in Österreich über 260 TURMÖL-Tankstellen und zählt zu den größten Tankstellenbetreibern des Landes. Neben dem Tankstellennetz setzt ORLEN Austria in Österreich auf den Ausbau von Elektromobilität und nachhaltigen Energieangeboten. Zum Portfolio gehört außerdem Austrocard, ein Flottenkartenanbieter für Privat- und Geschäftskunden mit einem Akzeptanznetz an über 600 Standorten in ganz Österreich. ORLEN Austria treibt damit die Entwicklung hin zu modernen Multi-Energie-Standorten sowie alternativen, nachhaltigen Kraftstoffen konsequent voran.

Sensationelle Saison für Simon Wagner und Hanna Ostlender – alsVizemeister in Tschechien reisen sie zum Finale der Europameisterschaft inKroatien

Simon Wagner und Hanna Ostlender blicken auf eine außergewöhnliche Saison zurück: Mit Rang drei bei der Rallye Pačejov sicherte sich das Duo im Hyundai i20 N Rally2 den Vizemeistertitel in der hart umkämpften Tschechischen Meisterschaft – ein Erfolg, den zu Saisonbeginn wohl kaum jemand erwartet hätte.
Zeit zum Feiern oder Ausruhen bleibt allerdings nicht: Die beiden haben die Zeit gut genutzt und sich bereits auf das Finale der Europameisterschaft vorbereitet, das vom 3. bis 5. Oktober in Kroatien rund um Zagreb ausgetragen wird.

Die Bilanz spricht für sich: Vier von 6 möglichen Podestplätze für Simon Wagner und Hanna
Ostlender in Tschechien, darunter zwei Siege bei der Rallye Šumava sowie der Rallye Bohemia. Damit ist Wagner der erste Österreicher, der in der Tschechischen Meisterschaft unter die Top 3 der Tschechischen Meisterschaft fährt – ein Meilenstein, der nach dem Gewinn des fünften Österreichischen Staatsmeistertitels die Konstanz und Stärke des Teams unterstreicht.

„Es war wirklich harte Arbeit, die Konkurrenz in Tschechien ist extrem stark und der Kampf um den Meisterschaftstitel entsprechend umso härter. Aber wir haben jede Sekunde genossen – vielen Dank für den genialen Kampf und herzlichen Glückwunsch an Jan und Jiří zum Gewinn der Meisterschaft“, so Wagner im Ziel. Copilotin Hanna Ostlender ergänzt: „Es war unsere erste Saison in Tschechien, dazu die erste Saison mit dem Hyundai und neuem Team. Wir können wirklich stolz auf das sein, was wir erreicht haben und freuen uns sehr über den Vizemeistertitel.“

„Ein riesengroßes Danke gilt nicht nur Hanna und unserem Hyundai-Ingenieur Damian, sondern auch den tschechischen Fans, die wirklich absolut unglaublich sind. Natürlich auch vielen Dank an das gesamte Team für die harte Arbeit über das gesamte Jahr und an alle Veranstalter, Sponsoren und Unterstützer, die das überhaupt erst möglich machen“, so Wagner abschließend.

Nun richtet sich der Blick nach vorne – Die Konkurrenz in Kroatien ist stark, aber die
anspruchsvollen Strecken mit wechselnden Gripverhältnissen und blinden Kuppen liegen
Wagner: „Wir werden auch in Kroatien wieder unser Bestes, um die Saison mit einem weiteren Top-Ergebnis abzuschließen. Es wird sicher ein spannendes Wochenende, auf das wir uns schon sehr freuen!“

Simon Wagner setzt Siegesserie auch im Land der 1000 Hügel fort und sichertsich damit den fünften von sechs Gesamtsiegen in der ÖRM-Saison 2025

Mit dem Sieg bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye feiert der 5-fache Staatsmeister Simon Wagner mit Copilotin Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 Step2 ein würdiges ÖRM-Saisonfinale.

Auch wenn die beiden sich bereits frühzeitig bei der Rally Weiz den Staatsmeistertitel sicherten und die Rallye dementsprechend entspannt angehen lassen konnten, machten es die Wetterverhältnisse doch sehr spannend.


„Das Wetter hat es uns dieses Wochenende wirklich nicht einfach gemacht und wir haben uns sowohl am Freitagabend als auch Samstag im letzten Loop ein wenig bei den
Reifenentscheidungen verpokert. In beiden Fällen kam dann doch mehr Niederschlag als wir erwartet haben und wir mussten uns mit Slicks über die rutschigen Prüfungen kämpfen“, resümiert Wagner das Wochenende. Aber weder der einsetzende Niederschlag noch die falschen Reifenentscheidungen konnten ihn aus der Ruhe bringen – Wagner hat auch hier wieder unter schwierigen Bedingungen bewiesen, dass er verdient bereits 5-facher Staatsmeister in Folge ist.


„Es war wirklich ein perfekter Saisonabschluss in Österreich, bei dem wir noch richtig viel mit unserem Hyundai ausprobieren und vor allem wieder einmal viel dazu lernen konnten, was uns sicher in Zukunft noch weiterhelfen wird. Außerdem freut es mich sehr, dass wir für Michelin neue Reifen testen und wertvolle Erkenntnisse sammeln durften“, so Wagner weiter.


„Ich bin sehr stolz auf unser Jahr in Österreich und was wir in dem ersten Jahr mit Hyundai
Motorsport und dem neuen Team geleistet haben. Die fünf von sechs Siege sprechen sicherlich für sich und ich bin einfach unheimlich dankbar. Danke an Hanna und unseren Hyundai Ingenieur Damian für die pausenlos harte Arbeit sowie an das gesamte Team für ihren Einsatz und alle Beteiligten, ohne die das alles nicht möglich wäre“, zeigt sich Wagner sichtlich dankbar im Ziel.


Auch wenn es in Österreich bereits der letzte Meisterschaftslauf war, ist die Saison für
Wagner/Ostlender noch nicht vorbei. Am 19. bis 21. September geht es für die Beiden nach
Tschechien zum letzten Meisterschaftslauf, bei dem sie ebenfalls in den Titelkampf involviert sind.

1000 Hügel