ÖRM Führender greift in der Europameisterschaft an – Simon Wagner startet bei Asphalt-Klassiker in Tschechien

Einen Vorsprung von satten 34 Punkten auf die ersten Verfolger steht für den Oberösterreich Simon Wagner und seinen Kärntner Beifahrer Gerald Winter nach drei von fünf geplanten Läufen zur österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft (ÖRM) zu buche. Nun bekommt das Team die Gelegenheit die Sommerpause im heimischen Championat mit einem Start bei der Barum Rallye in Zlin zu überbrücken. Das Saison Highlight in Tschechien wird auch heuer wieder als Lauf zur Rallye Europameisterschaft gewertet wird und feiert darüber hinaus 50-jähriges Jubiläum.


„Natürlich sind wir mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden.“, sagt Wagner. „Umso wichtiger ist es aber jetzt dranzubleiben und die Sommerpause bis zu den zwei noch verbleibenden Staatsmeisterschaftsläufen bestmöglich zu nutzen. Entsprechend bin ich sehr glücklich und dankbar, dass unsere Sponsoren und Unterstützer auch heuer wieder einen Start in der Europameisterschaft möglich machen.“


Bei der Jubiläumsausgabe des tschechischen Asphalt-Klassikers erwartet Wagner und Winter nicht nur starke Konkurrenz in Gestalt der versammelten europäischen Rallye-Elite, sondern auch neue, nach Insiderangaben einem Jubiläum würdige neue Streckenabschnitte.


„Die Barum zählt mit ihren anspruchsvollen und schnellen Strecken zu meinen absoluten Lieblingsrallyes. Zum Jubiläum wollte man hier nach Veranstalterangaben auch was die Schwierigkeit der Strecken angeht noch eine Schippe drauflegen und wenn unsere tschechischen Nachbarn das ankündigen, dann werden sie das sicher auch einhalten. Ich freue mich jedenfalls schon extrem und bin gespannt, was uns erwartet.“, sagt Wagner.


Was jetzt schon jetzt klar ist: Mit 147 Startern im regulären Feld und zusätzlich 13 Startern im voll-elektrischen Opel Rallye Cup bietet die Barum Rallye wie gewohnt ein phänomenales Starterfeld. Unter den insgesamt 30 Startern der Rally2 Kategorie, in der auch Wagner/Winter an den Start gehen, finden sich große Namen wie der von Europameister Alexey Lukyanuk (RUS), der des WM-Piloten Andreas Mikkelsen (NOR) oder auch der des tschechischen Rekordmeisters Jan Kopecký (CZ).


Mit regelmäßig über 250.000 Zuschauern vor Ort ist die Barum Rallye in Tschechien ein wahres Volksfest. Dank online Liveübertragungen, Berichterstattung in ORF und Eurosport und lokalen TV-Sendern, können die Fans das Spektakel aber auch bequem von zuhause aus verfolgen.


Der Startschuss für die über 210 Wertungskilometer fällt am Freitagabend, nachdem die Piloten bereits am Freitagvormittag beim Qualifying um die Startpositionen fahren. Die Ergebnisse stehen dann am späten Sonntagnachmittag fest, wenn die Teilnehmer am Hauptplatz von Zlin über die Zielrampe rollen.

Überlegener Sieg im Hartbergerland –Simon Wagner baut Meisterschaftsführung weiter aus

Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg beenden Simon Wagner und Co-Pilot Gerhard Winter die erste Auflage der Hartbergerland Rallye in der Steiermark. Mit 14 von 16 möglichen Bestzeiten und fast zwei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten dominieren die Skoda Piloten den dritten Staatsmeisterschaftslauf des Jahres nach Belieben und übernehmen die Favoritenrolle im Hinblick auf die Gesamtwertung.


Unter einem neuen Namen und mit rund 55% neuer Streckenführung fand die ehemalige Wechselland Rallye, organisiert von Rallye Urgestein Willi Stengg und Team, heuer als dritter Lauf zur österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft statt. Wie schon vor zwei Wochen in Weiz warten zwar wetterbedingt äußerst wechselhafte Bedingungen auf die Teams, der große Regen blieb aber zumindest untertags aus, so dass wieder zahlreiche Zuseher die gebotene Action live an der Strecke verfolgen konnten.


Erstmals mit der Startnummer 1 bei einem ÖRM-Lauf unterwegs, nutze der Oberösterreicher Simon Wagner den Vorteil der sauberen Strecke vom ersten Wertungskilometer an voll aus und verwies Ex-Staatsmeister Herman Neubauer bereits auf der ersten Sonderprüfung mit mehr also 10 Sekunden Vorsprung bei nur 9,7 Kilometern Strecke deutlich in die Schranken. Statt wie noch bei der Schneebergland Rallye oder am ersten Tag der Weiz Rallye mit Wagner um zehntel Sekunden zu kämpfen, musste sich Neubauer auf jeder einzelnen Sonderprüfung der ersten Etappe geschlagen geben und kämpfte bis zu dessen Ausfall statt mit Wagner eher mit dessen drittplatzierten Markenkollegen Johannes Keferböck.


„Mir war klar, dass der Erste auf der Strecke einen Vorteil hat. Wie deutlich dieser ist, hat mich ehrlich gesagt, aber selbst überrascht. Nachdem auch noch ein Großteil der Streckenführung neu war, ich also nicht wie bisher den Nachteil hatte, die Strecken im Gegensatz zur Konkurrenz entweder noch nie oder zumindest nicht in einem Rally2 Fahrzeug gefahren zu sein, konnten wir im Hartbergland unser volles Potenzial ausnutzen.“, resümiert Simon Wagner zufrieden.


Der 28-jährige dominierte gemeinsam mit seinem Kärntner Beifahrer Gerald Wintern und dem von Eurosol Racing eingesetzten Skoda Fabia Rally2 Evo auch den zweiten Wertungstag und baute seine Führung auf den Zweitplatzierten bis ins Ziel auf knapp zwei Minuten aus. Ein noch deutlicherer ÖRM-Sieg gelang in den vergangenen Jahren nur Simons Bruder Julian Wagner bei der Jänner Rallye 2019.


Auch in der Gesamtwertung der Rallye Staatsmeisterschaft festigt der Michelin Förderpilot damit seine Führung und übernimmt hier wohl die Favoriten Rolle.


„Leider ist noch nicht ganz klar, wie viele ÖRM-Läufe es heuer noch geben wird.“, sagt Wagner. „Nach der Absage der Niederösterreich Rallye steht aktuell nur noch die W4-Rallye im Kalender. Ich hoffe aber, dass hier noch ein Ersatzlauf gefunden wird, um die Staatsmeisterschaft noch weiter aufzuwerten. Ein riesiges Kompliment möchte ich an dieser Stelle in jedem Fall an Willi Stengg und sein Team aussprechen. Vom Serviceplatz, über die großartigen und anspruchsvollen Sonderprüfungen und das Sicherheitskonzept inklusive Zuschauerlenkung, bis hin zum knackigen Zeitplan ohne große Stand- und Wartezeiten, die Hartbergerland Rallye war eine wirkliche Vorzeigeveranstaltung. Herzlichen Dank dafür!“

Sieg bei der Rallye Weiz – Meisterschaftsführung für Simon Wagner

Vor zahlreichen begeisterten Zuschauern und Zuschauerinnen sichern ich Simon Wagner und Beifahrer Gerald Winter im Raum Weiz nicht nur einen ungefährdeten Gesamtsieg, sondern mit der Bestzeit in der Powerstage auch die maximale Punkteausbeute in der ÖRM (Österreichischen Rallye Meisterschaft). Nach zwei Läufen liegt das Duo aus Oberösterreich und Kärnten damit eindeutig an der Spitze der Gesamtwertung.


Rund 160 Wertungskilometer verteilt auf zwei Etappen erwarteten die rund 80 genannten Teams bei der Rallye Weiz 2021. Die für ihre wechselnden Grip-Bedingungen und Wetterkapriolen bekannte wie auch beliebte Veranstaltung wurde ihrem Ruf auch in diesem Jahr mehr als gerecht und bot Spannung und extreme Bedingungen für Teams und Fans.


Dank ausgereiftem Corona-Schutzkonzept konnten erstmals seit Beginn der Pandemie wieder Zuschauer live vor Ort verfolgen, wie sich bereits ab der ersten Sonderprüfung ein erneuter Zweikampf zwischen Simon Wagner und Titelkonkurrent Hermann Neubauer herauskristallisierte. Einzig der tschechische Gaststarter und Europameisterschaftsteilnehmer Erik Cais, der wie Wagner auf Michelin Reifen unterwegs war, konnte das Tempo des Spitzenduos einigermaßen mitgehen und schob sich am Ende der ersten Sektion sogar hinter Simon Wagner und Beifahrer Gerald Winter auf Rang zwei.


Am Ende des ersten Tages rangierten Wagner und Winter, gefolgt von Cais und Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager, auf Rang eins.


Nachdem die anspruchsvollen Sonderprüfungen im Verlauf der ersten Etappe schon bei trockenen Bedingungen einige Opfer im Sinne von Ausfällen gefordert hatten, schlug das Wetter über Nacht um und sorgte für noch mehr Spannung. Starke Regenfälle erhöhten den Schwierigkeitsgrad der ohnehin schon rutschigen Sonderprüfungen noch einmal deutlich und verlangten von den Piloten höchste Konzentration und die genau richtige Dosierung von Risiko und Sicherheit.


Am besten mit diesen Anforderungen kamen offenbar Wagner und Winter mit ihrem Skoda Fabia Rallye 2 Evo zurecht. Obwohl das Team nach dem vorzeitigen Ausfall von Neubauer nicht mehr volles Risiko gehen und die mit knapp 20 Sekunden schon recht komfortable Führung auf Cais nur mehr verteidigen mussten, machten sich Wagner und Cais alle Bestzeiten der zweiten Etappe untereinander aus. Dabei gelang es Simon Wagner und Beifahrer Gerald Winter im Laufe des Tages sogar noch, die Führung auf über eine halbe Minute auszubauen und mit einer Bestzeit auf der als Powerstage gewerteten letzten Sonderprüfung die volle Ausbeute an Punkten und damit die klare Führung in der Meisterschaft zu sichern.

Auftakt der österreichischen Rallye Meisterschaft – Saisonstart im Schneebergland

Rund ein Jahr und fünf Monate nach dem mit der Jänner Rallye 2020 der Letzte Lauf zur österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft über die Bühne
ging, fand am vergangenen Wochenende Rund um Rohr im Gebirge mit der RedStag Rallye Extreme (ehemals Schneebergland Rallye) endlich der
langersehnte Re-Start der heimischen Meisterschaft statt. Wer hier den Sieg davongetragen hat, ist allerdings auch am Tag nach dem Ende der
Veranstaltung noch unklar.


Dass trotz der langen Pause und der Tatsache, dass die ehemalige Schneebergland Rallye heuer erstmals den Saisonauftakt bildet, nur 35 Teams ihre
Nennungen für den Schotterklassiker abgegeben haben, gibt eine erste Indikation dafür, wie hart und anspruchsvoll die Sonderprüfungen der RedStag
Rallye Extreme sind. Traditionsgemäß sorgte eine Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der Dreißig-Gradmarke für noch „heißere“ Rallyeaktion, als die
beiden diesjährigen Titelfavoriten Hermann Neubauer und Simon Wagner die Jagd nach Bestzeiten eröffneten.


Nachdem die SP1 aus organisatorischen Gründen abgesagt werden musste, lieferten die beiden Kontrahenten mit ihren Beifahrern Bernhard Ettel und
Gerald Winter Rallye Sport der Spitzenklasse und einen spannenden Kampf im Zehntel-Sekunden Bereich. Nach drei absolvierten Sonderprüfungen
trennten beide Teams im Mittagsservice gerade einmal 1,6 Sekunden, während der Drittplatzierte Philipp Kreisel, der wie Simon Wagner im Skoda Fabia
Rally2 evo an den Start ging, bereits über 45 Sekunden Rückstand zu verzeichnen hatte.


Zuerst einmal möchte ich mich beim Veranstalter der RedStag Extreme und allen Beteiligten bedanken! Uns allen ist klar, wie aufwändig die Organisation
einer solchen Veranstaltungen, gerade in der aktuellen Zeit ist und wir alle sind froh, dass es endlich wieder einen Staatsmeisterschaftslauf in Österreich
geben konnte.“, berichtet Michelin Pilot Wagner. „Die Prüfungen im Schneebergland waren erwartungsgemäß einsame Spitze und boten von technisch
anspruchsvollen Passsagen bis hin zu High Speed Sektionen alles was das Rallye Herz begehrt.“, so der Oberösterreicher weiter.

Der Zweikampf zwischen Neubauer/Ettel und Wagner/Winter setzte sich auch nach der Mittagspause fort. Beide Temas wechselten sich mit den
Bestzeiten ab und kündigten den großen Showdown im Kampf um den ersten Sieg der Saison für die zwei Mal zu befahrende Königsprüfung Haraseben
lang (24,08 km) an.

Motorsport für den guten Zweck – im Mühlviertel brüllen wieder die Motoren

Mit vereinten Kräften und großartiger Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr Erdmannsdorf sowie der Marktgemeinde Gutau organisierten und realisierten einige Fahrer der lokalen Rallyeszene am Oster-Wochenende einen Rallye-Testtag im Mühlviertel. Dort ging es nach der bereits zweimaligen Absage der Jänner Rallye jedoch nicht nur darum, endlich wieder Motorengeräusche im Mühlviertel erklingen zu lassen, sondern in erster Linie um das Sammeln von Spenden für einen guten Zweck.


Die Rallye-Piloten boten Mitfahrten auf der eigens abgesperrten Strecke in Erdmannsdorf gegen Spenden an und spendeten zusätzlich selbst für jeden absolvierten Kilometer. Der Erlös kommt einer jungen Familie aus Gallneukirchen zugute, die Ende des vergangenen Jahres bei einem tragischen Unfall ihre Mutter verloren hat.


Mit dabei war auch Rallye-Pilot Simon Wagner, der erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Format trotz der aktuellen Umstände realisieren und einen namehaften Betrag zur Unterstützung der Familie sammeln konnten. Natürlich hatte die Gesundheit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen oberste Priorität. Entsprechend konnten wir das Event im Vorfeld nur sehr begrenzt bewerben und mussten die Mitfahrten im Vorhinein so abstimmen und organisieren, dass möglichst wenig Menschen aufeinandertreffen.“

Insbesondere weil die Organisation von Mitfahrten unter den aktuellen Hygieneregeln eine besondere Herausforderung darstellte, erklärten sich einige lokale Firmen bereit, das Even auch ohne die Inanspruchnahme von Mitfahrten zu unterstützen. Neben RR Motors aus Unterweitersdorf tat sich hier insbesondere die Firma KE KELIT aus Linz mit einer großzügigen Spende hervor.