Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.
Bereits in der vergangenen Saison konnte das Duo mit zwei Siegen und einem weiteren Podiumsplatz eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Gesamtpaket absolut konkurrenzfähig sind und nicht nur um Siege, sondern auch um die Meisterschaft kämpfen können. Genau daran wollen Wagner/Ostlender nun anknüpfen und sich im Titelkampf erneut in Stellung bringen.
„Wir haben lange gemeinsam mit Hyundai Motorsport, Hyundai Österreich und unseren treuen Partnern an dem Projekt Tschechien gearbeitet, um überhaupt das nötige Budget aufstellen zu können. Umso mehr freuen wir uns nun auf den Auftakt in nur mehr einer guten Woche bei der Rallye Šumava Klatovy. Letztes Jahr konnten wir hier mit dem Hyundai i20 N Rally2 Step 2 direkt gewinnen. Es wäre natürlich gelogen, wenn wir das nicht wiederholen möchten. Wir wissen allerdings auch, wie stark die Konkurrenz in
Tschechien ist und dass es alles andere als leicht wird. Ich bin unglaublich froh, dass ich auch in diesem Jahr wieder auf Hanna sowie unseren Hyundai-Ingenieur Damian an meiner Seite zählen darf. Und noch dazu begleitet uns in diesem Jahr auch unser slowenisches Team SP Podlesnik nach Tschechien, mit dem wir bereits acht Siege und unseren Staatsmeistertitel in Österreich feiern durften. Somit sind wir mit der bewährten Konstellation bestens auf die anstehende Herausforderung vorbereitet“, blickt Simon Wagner optimistisch auf den Saisonauftakt und freut sich auf einen spannenden Titelkampf in Tschechien.
Rückenwind aus dem Lavanttal
Mit dem jüngsten Erfolg bei der Lavanttal Rallye reist das Team mit maximaler Motivation nach Tschechien.
Der Sieg im Lavanttal bedeutet nicht nur die maximale Punkteausbeute für die Österreichische Staatsmeisterschaft, sondern unterstreicht auch eine beeindruckende Serie: Wagner/Ostlender sind nun seit unglaublichen acht Rallyes in Österreich ungeschlagen.
Dabei war das Wochenende im Lavanttal alles andere als einfach. Rund 150 anspruchsvolle
Wertungsprüfungskilometer und eine Ausfallquote von etwa 35 Prozent sprechen für die extrem schwierigen Bedingungen der Rallye.
„Auch für uns verlief das Wochenende nicht reibungslos. Am Freitag haben wir uns auf SP3 und SP6 gleich zwei Reifenschäden eingefangen, die uns viel Zeit gekostet haben. Und noch dazu kamen dann am Samstagmorgen Probleme mit der Handbremse, was die vielen Bergab-Kehren nicht gerade einfacher gemacht und uns ebenfalls viel Zeit gekostet hat. Wir konnten die Probleme auf der Verbindungs-Etappe für die darauffolgende Sonderprüfung notdürftig lösen, bis das Team im Service das Problem glücklicherweise vollständig beheben konnte. Somit hatten wir Glück im Unglück und am Ende sind wir
natürlich sehr glücklich, dass es trotz allem für den Sieg gereicht hat. Der Kampf mit Hermann Neubauer und Michael Lengauer hat wieder einmal richtig viel Spaß gemacht – genau das brauchen wir für die Meisterschaft. Wir hoffen, dass wir Hermann dieses Jahr noch häufiger im Auto sehen werden. „Lengi“ und Jürgen wünschen wir gute Besserung und hoffen, dass wir bei der nächsten Rallye wieder gegeneinander kämpfen dürfen“, resümiert Wagner.
Ein großes Lob richtet Wagner zudem an den Veranstalter: Die grandiosen neuen, spektakulären Wertungsprüfungen sorgten für zusätzliche Spannung, während die Fans im Lavanttal wieder einmal großartige Stimmung boten.
Mit diesem Rückenwind und einem eingespielten Team steht dem nächsten Kapitel in Tschechien nichts im Wege – und der Angriff auf den Titel ist klar eröffnet.



